„Jeder Beitrag schenkt Rückenwind – mir auf der Straße und krebskranken Menschen auf ihrem ganz eigenen Weg.“

Benjamin Eick
Ein Mann in schwarzem Hemd und beiger Hose steht während seiner Fahrrad Weltreise auf felsigem Gelände und blickt zur Seite. Im Hintergrund sind eine bunte Lagune, Berge und ein strahlend blauer Himmel zu sehen.

Fahrrad Weltreise Benjamin Eick

Einmal um die Welt mit Rückenwind

Benjamin „Benny“ Eick (31) aus Löningen hat ein eher ungewöhnliches Vorhaben: Er möchte in den nächsten 1,5 Jahren die Welt mit dem Fahrrad umrunden und gleichzeitig Spenden für den Krebshilfe-Verein Flugkraft sammeln. Am 19. April 2026 macht er sich auf den Weg. Uns verrät er, wie er vom Sportmuffel zum Fahrrad-Weltreisenden wurde, warum ihm die Unterstützung des Vereins ein dringendes Anliegen ist und welche Plätze er unterwegs unbedingt besuchen möchte.

Stück für Stück rein ins Abenteuer

Seitdem hat sich in seinem Leben einiges verändert. Eick, der sich selbst als ehemaligen Sportmuffel bezeichnet, entdeckt das Laufen für sich und zieht 2021 in die Schweiz, um in einem Berghotel zu arbeiten. Kümmert er sich gerade nicht um Hotelbesucherinnen und -Besucher, findet man ihn fortan in den Bergen. Von einfacheren Tagestouren hin zu hochalpinen oder mehrtägigen Routen – er steigert sein Level immer weiter, findet noch mehr Spaß an der Bewegung. Und am Abenteuer. Denn regelmäßig tauscht er die Bergwelt der Schweiz gegen Reisen in die verschiedensten Gebiete der Welt ein: Bolivien, Chile, Argentinien, Thailand oder Jordanien, um nur ein paar seiner Ziele zu nennen. Denn die Abenteuerlust gehört schon immer zu ihm, so Eick. „Ich war auf jeden Fall schon immer ein Naturmensch, Spielkonsolen oder ähnliches haben mich nie wirklich interessiert. Als Kind wurde ich oft gesucht, weil ich mich in meinen Abenteuern verloren habe und dann zum Beispiel nicht aus dem Wald zurückgekommen bin.“ Und so fing er früh damit an, Städte zu bereisen. Später zieht es ihn weg von urbanen Umgebungen und dem komfortablen Reisestil, hin zur Natur und zur Unabhängigkeit. „Nach meinem ersten Trek, dem ‚Peak of the Balkans‘, war ich total angefixt von dem Gedanken, beim Reisen auch mehr autark unterwegs und allein in der Natur unterwegs zu sein.“ Er will draußen schlafen, wirklich etwas erleben.

Eine Person auf einer Fahrrad Weltreise sitzt in der Nähe eines grünen Zeltes zwischen Bäumen auf einem grasbewachsenen Hügel und blickt auf eine malerische Berglandschaft mit einem See und schneebedeckten Gipfeln bei Sonnenuntergang. Die Campingausrüstung ist in der Nähe auf dem Boden ausgebreitet.

Weltreise mit Sinn

Und mit seinem nächsten Abenteuer geht Eick noch einen Schritt weiter. Er erfüllt sich den Traum, der ihn zehn Jahre lang nicht losgelassen hat: die Fahrrad-Weltreise. 1,5 Jahre lang nur er, sein Fahrrad und das Equipment auf dem Gepäckträger. Von Löningen aus immer Richtung Osten, direkt rein ins Abenteuer. Am 19. April 2026 geht es los. Die Reise ist für ihn aber viel mehr als nur sportliche Betätigung oder das Bereisen weiterer Länder. Vorher und unterwegs möchte Eick nämlich Spenden für den Verein Flugkraft sammeln. Dieser hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen mit Krebserkrankungen in der wohl schwierigsten Zeit ihres Lebens zu begleiten – mit verschiedensten Ressourcen, finanziell wie sozial. So erfüllt der Verein zum Beispiel die Wünsche krebskranker Menschen (wie einen Fallschirmsprung), unterstützt sie durch Seminare, Workshops oder Fotoshootings und begleitet sie durch die Chemotherapie. Je nachdem, was Erkrankten auch nur ein Stückchen dabei hilft, durch diese herausfordernde Zeit zu gehen. „Mir kam irgendwann die Idee, dass ich meine Reise gerne mit einem guten Zweck verbinden würde. Vermutlich ist jede und jeder schon einmal durch Verwandte oder Freunde mit dem Thema Krebs in Berührung gekommen und kann sich eine ungefähre Vorstellung machen, was diese Krankheit bedeutet. Daher finde ich es einfach klasse, wenn es Organisationen wie Flugkraft gibt, die Menschen in dieser schweren Zeit unter die Arme greifen. Denn auch nicht jede oder jeder Erkrankte hat so ein starkes soziales Umfeld, wie es für viele selbstverständlich erscheint.“ Jeder gespendete Euro hilft und geht zu hundert Prozent an die Organisation. „Jeder Beitrag schenkt Rückenwind – mir auf der Straße und krebskranken Menschen auf ihrem ganz eigenen Weg. Meine Bewegung steht für Hoffnung, Durchhalten und dafür, dass man nicht allein sein muss“, beschreibt es Eick auf seinem Spendenaufruf auf BetterPlace.org.

Ein Mann sitzt auf einem Felsen vor einem Gletscher, die Augen geschlossen und das Gesicht der Sonne zugewandt, und macht eine Pause auf seiner Fahrrad-Weltreise. Er trägt Wanderschuhe, kurze Hosen und ein langärmeliges Hemd; im Hintergrund erheben sich Schnee und felsige Berge.

Wer Benny Eick sowie den Verein Flugkraft ebenfalls unterstützen möchte, kann das auf BetterPlace.org tun: zu BetterPlace.org >>
Oder direkt seine Spenden an den Verein überweisen:
FLUGKRAFT gGmbH
Raiffeisenbank Strücklingen Idafehn
IBAN: DE40280690520227101000
BIC: GENODEF1ORF
Verwendungszweck: Radweltreise + Name und Anschrift für eine Spendenbescheinigung von Flugkraft

Support bereits vor dem Start

Auf BetterPlace sind von 43 Spenderinnen und Spendern schon fast 2000 Euro zusammengekommen – noch bevor Eick überhaupt gestartet ist. „Das finde ich verrückt! Und gleichzeitig freut es mich unglaublich, dass so viele bei diesem Projekt schon mit am Start sind und es unterstützen.“ Dass die Resonanz schon vorher so groß sein würde, hätte er sich nicht vorstellen können. „Ich möchte hiermit einfach meinen Traum erfüllen und bereits jetzt stehen so viele Leute hinter mir, das ist unfassbar schön mitzuerleben. Und es motiviert mich einfach ungemein, nun endlich zu starten und in die Pedale zu treten.“ Auf der Reise möchte er dann sein Spendenziel von 10.000 Euro erreichen. Auch Familie und Freunde unterstützen ihn bei seinem Vorhaben, geben ihm vor dem Aufbrechen mentale Stärke. Für die richtige Ausrüstung sorgen die zwei Firmen durch Teile-Sponsoring.

Ein Mann steht neben einem rot-grauen Zelt auf felsigem Gelände und trinkt aus einer Tasse. Campingausrüstung und ein Fahrrad Weltreise liegen in der Nähe verstreut, während sich im Hintergrund zerklüftete Berggipfel unter einem klaren blauen Himmel erheben.

„Darauf freue ich mich am meisten: Morgens im Zelt aufzuwachen und den Sonnenaufgang irgendwo da draußen anzuschauen.“

Benjamin Eick

Balkan und Bali

Warum Eick sich das Fahrrad als Fortbewegungsmittel für diese Reise gewählt hat und er damals von ‚Pedal the World‘ so fasziniert war? „Man nimmt alles intensiv wahr, kommt leicht mit den Leuten in Kontakt und lernt unterwegs so viel besser die verschiedenen Kulturen kennen. Ich bin so glücklich, mir diesen Lebenstraum nun erfüllen zu können!“. Unterwegs hat er seine Follower (fast) immer mit dabei. Auf Instagram teilt er bereits seine grobe Reiseroute: von Deutschland aus einmal quer über den Balkan in die Türkei, dann durch die Weiten Zentralasiens bis nach China. Danach möchte er den Dschungel Südostasiens durchqueren, über Inselhopping von Indonesien bis nach Bali reisen, einmal quer beide Inseln Neuseelands mitnehmen und ganz zum Schluss einen Abstecher nach Südamerika machen, bevor er wieder in Richtung Heimat fährt.

Eine Person auf einer Fahrrad Weltreise geht bei Sonnenuntergang durch seichtes Wasser und erzeugt Wellen. Der Himmel und die Wolken spiegeln sich auf der Wasseroberfläche, und in der Ferne sind die Hügel unter einem sanften orange-rosa Himmel zu sehen.

Hauptsache Abenteuer

In Stein gemeißelt ist der Plan aber keineswegs – unterwegs möchte sich Eick auch nach den Jahreszeiten richten. „Ich bin absolut kein Wintermensch, deshalb fahre ich einfach immer der Sonne nach“, gibt er zu. Auch so müsse man auf so einer Tour spontan sein, könne nicht alles planen. Ein paar besondere Plätze hat er sich bereits herausgesucht: Er möchte auf dem Weg den Pamir Highway in Tadschikistan beziehungsweise Kirgistan befahren, die zweithöchste Passstraße der Welt. Dort würde er gerne eine Nacht in einer Nomaden-Jurte übernachten. Dennoch lässt er sich die Option, einen anderen Weg einzuschlagen, sollte der Körper streiken. „Ebenso werde ich sicherlich einigen anderen Radlerinnen und Radlern begegnen, und die können mir dann nochmal wertvolle Tipps geben und mir Wege und Plätze empfehlen.“ Auch auf die Natur Neuseelands und eine Wanderung zu Fuß, den Huayhuash-Trek, freut er sich schon sehr.

Obwohl er durchaus sportlichen Ehrgeiz hat, eine bestimmte Anzahl an Kilometern am Tag machen will, steht für ihn das Erlebnis und das Kennenlernen neuer Kulturen klar im Vordergrund. Und natürlich: Abenteuer in der Natur. „Darauf freue ich mich einfach am meisten: Morgens im Zelt aufzuwachen und den Sonnenaufgang irgendwo da draußen anzuschauen und einfach Land und Leute kennenzulernen.“ Aber auch die ein oder andere größere Stadt wird er durchqueren – spätestens, wenn mal wieder eine Dusche fällig ist.

Ständig auf Achse

Ob er es sich irgendwann nochmal vorstellen kann, das Oldenburger Land zu seinem festen Wohnsitz zu machen? „Definitiv – ich spiele immer mal wieder mit dem Gedanken, eines Tages zurückzukommen.“ Derzeit kann er sich ein Zuhause aber noch gar nicht vorstellen. „Dafür gibt es einfach noch zu viel zu entdecken und zu erleben!“

Eine Person in Outdoor-Ausrüstung sitzt bei Sonnenaufgang zwischen Felsen und Campingausrüstung auf einem Bergkamm und blickt auf ferne schneebedeckte Gipfel und einen See - eine atemberaubende Szene ihrer Fahrrad-Weltreise unter einem farbenfrohen Himmel.
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