Im Kletterwald Thüle klettert man mit einem Klettergurt über ein grünes Seilnetz, das zwischen den Bäumen im Wald-Erlebnispark hängt, umgeben von üppigem Grün - ein echter Lieblingsort für Outdoor-Fans.

Kletterwald Thüle

In eine andere Welt klettern

Mein Lieblingsort lädt mit seinen verschiedenen Kletterparcours Groß und Klein dazu ein, über sich hinauszuwachsen. Wer es gerne ruhiger angehen lässt, findet im Erholungsgebiet des Kletterwalds Thüle aber auch einen Ort zum Verweilen.

Ein Ort voller Nervenkitzel und Abenteuer, eingebettet in die einzigartige Naturkulisse der Thülsfelder Talsperre – das macht für mich den Kletterwald Thüle aus. Mit rund 30.000 Quadratmetern und 143 Kletterelementen in 14 Parcours zählt er zu den größten Kletterparks Deutschlands.

Für jedes Können und jede Altersstufe ist etwas dabei. Los geht’s mit einer Einweisung und den Parcours im niedrigen Bereich. Danach kann jede und jeder selbst entscheiden – es warten Bohlen zum Balancieren, Netzbrücken, Sprünge aus verschiedenen Höhen oder auch der Twister, bei dem man eine Art freien Fall aus 15 Metern Höhe erlebt. Die jüngsten Gäste im Alter von drei bis fünf freuen sich besonders über unsere kleine Kletterschule, in der sie kostenlos ohne Gurt verschiedene Parcours klettern können. Ab sechs Jahren aufwärts ist der zwölf Meter hohe Kletterbaum eine spannende Herausforderung. Und mit den Seilbahnen schwebt man direkt übers Biotop. Für die LzO „S-Bahn“ steigt man zunächst neun Meter auf und fliegt dann 200 Meter weit über Flora und Fauna, für die Jüngeren und Ruhigeren fährt der „fliegenden Holländer“ auf geringerer Höhe.

Zwei rothaarige Jungen mit Klettergurten und Handschuhen erleben im Kletterwald Thüle ein Seilabenteuer im Freien - der eine klettert eine Holzleiter hinauf, der andere erklimmt eine schräge Wand, was diesen Lieblingsort zum perfekten Waldspaß macht.

Peter Haupt (66 Jahre) aus Cloppenburg ist als Kind schon gerne auf Bäume geklettert, war zunächst aber Tauchlehrer in der Dominikanischen Republik. Zurück in der Heimat betreibt er heute den Kletterwald Thüle.

Apropos Natur – die umwerfende Kulisse der Thülsfelder Talsperre lädt nicht nur zur Action, sondern auch zum Entspannen ein. Ob man nun von einer der viele Bänke aus die Tiere und Vögel im Wald oder am See beobachten möchte, ein Buch liest und die Seele baumeln lässt oder es sich im Gastronomiebereich mit einem Bier oder Eis gutgehen lässt. Bei uns feiern auch viele Familien ihre Kindergeburtstage, bringen einfach einen Picknick-Korb mit.

„Bei uns klettern alle für kurze Zeit in eine andere Welt und gehen glücklich wieder nach Hause.“

Peter Haupt

Und genau das macht den Kletterwald für mich zu einem Lieblingsort – dass dort alle auf ihre Kosten kommen. Uns besuchen Familien, Firmen, Schulklassen, sogar die Bundeswehr. Alle
klettern für kurze Zeit in eine andere Welt, sind begeistert und gehen glücklich wieder nach Hause. Auch, wenn sie vielleicht gar nicht erwartet hätten, das Klettern so einen Spaß machen kann. Und das bringt mir wiederrum Freude.

Eine Person, die Handschuhe und ein ärmelloses Oberteil trägt, befestigt Sicherheitsclips an Seilen, während sie an einem Outdoor-Abenteuerparcours im Kletterwald Thüle, ihrem Lieblingsort, teilnimmt, wobei die grünen Bäume im Hintergrund verschwimmen.
Drei Kinder nehmen an einem Hochseilgarten im Kletterwald Thüle teil - eines steht auf einer Plattform, zwei andere überqueren sicherheitshalber angeschnallt schmale Holzbalken, umgeben vom dichten grünen Wald ihres Lieblingsorts.

Ich habe schon immer gerne mit Menschen gearbeitet und wusste, dass der Kletterwald nach meiner Zeit als Tauchlehrer in der Karibik meine neue Berufung wird. Als ich vor rund 20 Jahren als Mitarbeiter hier startete, sah der Park noch ganz anders aus. Es sind im Laufe der Zeit viel mehr Attraktionen, auch abseits des Kletterns, dazugekommen. Die Technik ist noch sicherer geworden. Auch das Erholungsgebiet, vor allem der Wald, hat sich stark verändert. Hier hat sich in den zwei Jahrzehnten eine große Vielfalt an Arten entwickelt, die Natur hat sich ihren Bereich gewissermaßen zurückgeholt. Das zu sehen, ist besonders schön.

Wenn man die Gelegenheit hat, sollte man unbedingt einmal vorbeikommen – auch, wenn man bisher mit Klettern noch gar nichts am Hut hatte. Viele Besucherinnen und Besucher sind danach restlos begeistert.

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