Für die Suche dabei: Große Herzen, gute Augen und eine Drohne mit Wärmebildkamera.

Zwei Menschen gehen in der Dämmerung über eine Wiese, umgeben von Nebel. Im Hintergrund zeichnen sich die Silhouetten von Bäumen vor einem schwach leuchtenden blau-rosa Himmel ab. Eine der beiden Personen trägt ein Fahrrad.

Leben retten aus der Luft

Auf der Suche nach Kitz, Hase & Co.

Wenn der Morgen taufrisch über die Wiesen zieht, starten rund um Löningen besondere Missionen. Seit 2024 durchsucht ein kleines Team um Aloys Purk mit großer Wirkung die Felder, bevor die Landwirte mit der Mahd beginnen. Alles, was die „Kitzrettung Löningen e.V.“ für ihre erfolgreiche Suche benötigt, hat sie dabei: große Herzen, gute Augen und eine Drohne mit Wärmebildkamera.

Weitblick für Wildtiere

Findet die Kamera etwas, schwebt sie aus ca. 50 Metern Höhe auf 10-15 Metern Höhe herunter und markiert so für die Helfer den Fundort. Kitze und Hasennachwuchs werden dann aus dem Feld geholt und später wieder freigelassen. Bei den Gelegen geschützter Vogelarten wie dem Großen Brachvogel oder der Weihe muss die Mahd in diesem Bereich warten. Die Eier anderer Vögel, wie z. B. Enten und Fasane, werden dagegen behutsam eingesammelt und im Brutkasten ausgebrütet. Als Jungvögel werden sie wieder ausgewildert.

Eine Person, die einen schwarzen Handschuh trägt, hält sanft ein kleines, braun-schwarzes Rehkitz im grünen Gras. Das Rehkitz wirkt wachsam mit seinen großen dunklen Augen und aufgerichteten Ohren.

„Wenn das Kitz nach der Mahd zurück in die Freiheit springt, ist das unser lautloser Applaus.“

Aloys Purk

Geflogen wird zwischen April und Juni ganz früh oder in der Kühle des Abends, wenn die Wärmebildkamera zuverlässig Bilder liefert. Eine Person steuert die Drohne, zwei bis drei gehen ins Feld – schnell, koordiniert, achtsam. 2025 konnten so allein 67 Kitze und sieben Junghasen gerettet sowie zahlreiche Gelege geschützt werden, bevor die Mähwerke nahen. „Die Technik gibt uns tolle neue Möglichkeiten. Sie belohnt den Einsatz der Helferinnen und Helfer mit Erfolgserlebnissen. Wenn das Kitz nach der Mahd zurück in die Freiheit springt, ist das unser lautloser Applaus.“

Zwei Personen in Outdoor-Kleidung und Stiefeln stehen neben einem geparkten dunklen Geländewagen auf einer ländlichen Schotterstraße und betrachten gemeinsam ein Gerät. Morgennebel hüllt das Feld und die Bäume im Hintergrund unter einem sanften Sonnenaufgang ein.
Logo mit dem Schriftzug „KITZRETTUNG“ über einem grünen Abzeichen, auf dem eine Drohne und ein Rehkitz abgebildet sind. Der Text unten lautet „Löningen e. V.“.

Auch Sie können helfen

Wer die Kitzrettung unterstützen möchte, hat viele Möglichkeiten: durch aktive Mithilfe bei den Einsätzen, durch Spenden oder eine Fördermitgliedschaft, mit Sachspenden wie Drohnen, Wärmebildkameras oder Funkgeräten sowie durch Öffentlichkeitsarbeit im persönlichen Umfeld. Auch Unternehmen können wertvolle Beiträge leisten – so hat auch die LzO der Kitzrettung Löningen e. V. bereits eine Drohne gesponsert und damit die Arbeit der Ehrenamtlichen nachhaltig gestärkt.

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