„Wir sind zurückgekommen – und haben unsere Zukunft gleich nebenan gebaut.“
Ein Haus in der Nachbarschaft der Kindheit
Zurück zum Anfang
Manchmal liegt das Glück so nah – zumindest für Anna und Niklas Schön. Beide erfahren im Urlaub, dass kurzfristig ein Haus direkt neben Annas Eltern und der Oma in Oldenburg frei geworden ist. Innerhalb kurzer Zeit beschließen sie, das Haus aus den 1970er Jahren zu kaufen und zu sanieren. Wie mit viel eigenem Anpacken, familiärer Unterstützung und Weitblick ein Zuhause daraus geworden ist.
März 2025, Anna und Niklas Schön genießen gerade ihren Sommerurlaub in Mexiko, als sich Annas Vater mit Neuigkeiten meldet. Ein Haus in der Nachbarschaft stehe durch einen Todesfall nun leer, der Sohn denke über einen Verkauf nach. Noch am Pool beginnen die Gedankenspiele: Was wäre, wenn Anna und Niklas dieses Haus kaufen würden? Während Anna zunächst noch Bedenken hat (Zu groß? Zu viel Verantwortung? Zu kompliziert?), ist Niklas sich schon sicher: Das ist ihre Chance. Aus einer spontanen Idee im Urlaub werden ernste Gespräche, die Idee nimmt immer weiter Form an.
Wieder zurück in Deutschland, besichtigen beide direkt das Haus. Alte Tapeten, Baustrukturen aus den 70er-Jahren, viel Potenzial – aber auch viel Arbeit. Bei beiden kommen sowohl Zweifel als auch Begeisterung auf. Wieder ist Niklas die treibende Kraft. Er hält im Flur inne, betrachtet die Wand. „Hier kommen dann die Bilder hin“, sagt er ganz selbstverständlich. Damit wird auch für Anna die Zukunft greifbarer, der Traum von den eigenen vier Wänden ein Stück Realität. „In dem Moment habe ich gespürt, dass hier könnte wirklich unser Zuhause werden“, erinnert sie sich.
Nähe zur Familie
Das Einfamilienhaus liegt genau dort, wo Anna aufgewachsen ist. Direkt neben ihren Eltern, gegenüber von ihrer Oma. Jede Straße trägt für sie Erinnerungen, jede Ecke ein Stückchen Kindheit. Anna hat eine enge Verbindung zu ihrer Familie, telefoniert seit Jahren täglich mit ihren Eltern. Bald wird es keinen Anruf mehr brauchen – sie kann einfach rüberlaufen.
Für sie ist das nicht nur ein praktischer Vorteil, sondern auch ein Lebensgefühl. Etwas, das ihr sehr am Herzen liegt. „Man fühlt sich einfach wohler“, sagt sie. „Gut aufgehoben. Immer im Geschehen.“ Natürlich bedeutet das auch Verantwortung. Nicht nur bei den schönen Momenten dabei sein, sondern auch greifbar für Verpflichtungen. Aber genau darin sehen die Schöns die Stärke ihrer Familie. Für Annas Eltern und ihre Oma bedeutet die Entscheidung des Hauskaufs zusätzliche Sicherheit im Alter. Für Anna und Niklas Lebensqualität – und gleichzeitig ein konkreter Schritt in Richtung ihrer eigenen Zukunft. Auch Henri und Jola, die beiden Katzen des Paares, profitieren von der Nähe. Wenn Betreuung gebraucht wird, ist die Familie nur wenige Schritte entfernt. Für eine spätere Familienplanung könnte es kaum bessere Voraussetzungen geben – Babysitter direkt nebenan und gegenüber.
Realitätscheck bei der Renovierung
Von Mai 2025 bis Februar 2026 wird das Haus zur Dauerbaustelle. Was von außen solide wirkt, verlangt im Inneren so einiges an Modernisierung. Wasser- und Stromleitungen werden vollständig erneuert, die Gebäudehülle und die obere Geschossdecke gedämmt, eine Wärmepumpe installiert und eine Fußbodenheizung eingebaut. Das alte Stäbchenparkett muss letztendlich weichen – eine Entscheidung, die Anna und Niklas nicht leicht fiel, aber notwendig war.
Viele Arbeiten stemmen die beiden selbst. Die Feierabende werden für sie zu Baustellenzeiten, Wochenenden zu Projektphasen. „Es ist immer teurer als angenommen“, weiß Niklas rückblickend. „Und es gibt immer Überraschungen, mit denen man nicht rechnet.“ Mehrfach setzen sie ihren Keller versehentlich selbst unter Wasser. Hinter geplanten Wanddurchbrüchen verbergen sich andere Gegebenheiten als erwartet. Sie müssen ihre Pläne ständig neu denken.
Trotzdem bleibt das Projekt im Großen und Ganzen frei von großem Drama. Vielleicht auch, weil beide mit einer realistischen Haltung herangegangen sind. Aber sicher auch, weil immer helfende Hände in der Nähe waren. Annas Vater wurde zum inoffiziellen Bauherrn und Hausmeister. Er packte mit an, koordinierte, unterstützte – ohne seine Manpower wäre vieles nicht so schnell gegangen. Die Oma versorgte Handwerker und Helfer zuverlässig mit Kaffee, manchmal kiloweise, wie Anna lachend erzählt. „Am Ende sind wir gut aus der Geschichte rausgekommen“, sagt Anna. „Und vor allem mit einem Ergebnis, das uns unglaublich stolz macht.“
Haus mit Tradition und Zukunft
Mit der technischen Sanierung ging auch eine räumliche Neuordnung einher. Küche und Esszimmer wurden geöffnet und bilden nun das Herzstück des Hauses – ein Gemeinschaftsraum, in dem man gerne verweilt. Das Badezimmer im Obergeschoss wurde deutlich vergrößert. Badewanne und Dusche finden nun gleichermaßen Platz, und ein Doppelwaschtisch sorgt für eine entspanntere Zeit am Morgen.
Ein Stück Geschichte durfte bleiben: Die alte Treppe wurde erhalten und sorgfältig aufgearbeitet. Sie ist heute nicht nur ein funktionales Element, sondern auch Erinnerungsträger – ein sichtbares Zeichen dafür, dass dieses Haus eine Vergangenheit hat, die weiterleben darf.
Vor kurzem sind Anna und Niklas nun auch eingezogen. Der Innenausbau ist abgeschlossen, die Räume sind eingerichtet. Und die Bilder hängen inzwischen tatsächlich im Flur. Doch ein Hausprojekt endet nie ganz! Für dieses Jahr haben sich beide Fassade und Außenanlagen vorgenommen, später sollen noch Garten, Auffahrt, Carport und Terrasse folgen. Es sind aber Aufgaben, die nicht belasten, sondern Vorfreude auslösen.
Entscheidung mit Herz und Kopf
So viel Emotion ein Hauskauf auch mit sich bringt – am Ende geht es immer auch um die Zahlen. Und davor hatten beide viel Respekt. „Man verschuldet sich im Grunde für den Rest des Lebens“, sagt Anna ganz offen. „Das macht man nicht leichtfertig.“ In mehreren Gesprächen wurden Möglichkeiten durchdacht, Förderoptionen geprüft und Eigenleistungen realistisch eingeschätzt. Wichtig war ihnen vor allem eines: Transparenz und Ehrlichkeit. Kein Schönrechnen, sondern eine solide, nachvollziehbare Planung. Gerade bei einer ersten Immobilie braucht es Vertrauen – in das Projekt und in die Menschen, die einen begleiten. Mit dieser Sicherheit im Rücken konnten Anna und Niklas sich auf das konzentrieren, was ihnen am wichtigsten war: ihr Zuhause zu gestalten.
Was mit einem Anruf im Urlaub begann, ist heute Realität für beide geworden. Ein Haus aus den 70ern, das energetisch auf dem neuesten Stand ist. Ein Zuhause, das ein Stückchen Tradition bewahrt und ihnen eine Zukunft bietet, und gleichzeitig symbolisch für die Eigenleistung, den Mut und den Zusammenhalt der Familie steht. Für Anna und Niklas fühlt es sich an, als hätte sich ein Kreis geschlossen. Und wenn sie heute durch den Flur gehen und die Bilder an den Wänden betrachten, wird ihnen klar: Manche Entscheidungen trifft man mit dem Kopf. Andere mit dem Herzen. Diese hier vereint beides.
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