„Es gibt keine Universallösung.“
Der Start in einen neuen Lebensabschnitt
LzO-Zielgruppenmanagerin Sina Adrian zu Finanzfragen rund um den Ausbildungsstart
Vor zwölf Jahren war sie selbst noch Auszubildende mit unzähligen Finanzfragen, heute ist sie für die Ansprache junger Erwachsener und ihre Finanzbildung zuständig: LzO-Zielgruppenmanagerin Sina Adrian. Sie verrät uns, was sie mit ihrem heutigen Wissen Azubis raten würde und was ihr in der Beratung junger Menschen besonders wichtig ist.
Sina, was machst du bei der LzO?
Ich arbeite nun schon seit zwölf Jahren bei der LzO, seit letztem Jahr bin ich für das Zielgruppenmanagement tätig. Dort kümmere ich mich darum, die Ansprache für junge Erwachsene weiterzuentwickeln und Finanzbildung voranzubringen. Mein Berufsalltag ist tatsächlich sehr abwechslungsreich und deshalb gar nicht so einfach zu beschreiben.
Ich beschäftige mich zum Beispiel damit, wie Beratung auf Augenhöhe aussehen kann und wie wir junge Menschen in ihrer aktuellen Lebensphase am besten erreichen. Außerdem entwickle ich Kampagnen, plane die Kommunikation – etwa über Social Media – und definiere gemeinsam mit meinem Team neue Konzepte und Rollen. Kein Tag ist dabei wie der andere, und genau das macht meinen Job so spannend.
Mich motiviert es, jungen Menschen Finanzthemen verständlich zu erklären und sie dabei zu unterstützen, gute Entscheidungen für ihre Zukunft zu treffen.
Dein erster Tag in der Ausbildung liegt schon eine Weile zurück. Kannst du dich daran noch erinnern?
Ja, auf jeden Fall. Der erste Berufstag war erst einmal erschlagend. Es war direkt hier im großen Unternehmen, in dem großen Gebäude. Alles war riesig und es waren super viele neue Menschen. Darauf war ich vorher gar nicht vorbereitet. In der Schule war alles eher kleiner, man kannte die Leute – hier war plötzlich alles neu und ich kannte niemanden.
Zum Glück waren am ersten Tag alle Auszubildenden zusammen vor Ort. So hat man schnell Connections gemacht, neue Leute kennengelernt und war direkt mit anderen in einer Gruppe. Das hat den Einstieg viel einfacher gemacht und die Aufregung schnell genommen.
Was waren deine größten Herausforderungen am Anfang?
Die größte Umstellung war der Arbeitsalltag. In der Schule war der Tag mittags vorbei, plötzlich war ich bis 16 oder 17 Uhr arbeiten. Ich glaube, viele unterschätzen, wie anstrengend es ist, den ganzen Tag aufmerksam zu sein, zuzuhören und gleichzeitig so viele neue Eindrücke zu verarbeiten.
Außerdem musste ich erst einmal lernen, wie die Kommunikation im Berufsleben funktioniert – mit Vorgesetzten und Kolleginnen und Kollegen. Geholfen hat mir, dass ich in einem kleinen Team gestartet bin. So konnte ich die Abläufe in Ruhe kennenlernen und hatte immer Ansprechpartner.
Was war dein größtes Learning in den ersten Berufsjahren?
Ich habe am Anfang gedacht, dass jede Aufgabe sofort erledigt werden muss. Das hat mich oft unnötig gestresst. Heute weiß ich, dass es manchmal besser ist, erst einmal in Ruhe nachzudenken, eine Nacht darüber zu schlafen oder sich mit Kolleginnen, Kollegen oder Freunden auszutauschen. Das bringt oft neue Perspektiven und bessere Ideen.
Mein größtes Learning war deshalb: Nicht jede Aufgabe muss sofort perfekt gelöst werden – manchmal hilft es, einen Schritt zurückzugehen und sich selbst etwas weniger Druck zu machen.
„Habt keine Angst davor, Fehler zu machen.“
Und was würdest du neuen Azubis raten?
Habt keine Angst davor, Fehler zu machen. Fehler passieren – und für fast alles gibt es eine Lösung. Wichtig ist nur, sie offen anzusprechen, anstatt sie zu verschweigen. Das erspart am Ende oft größere Probleme.
Außerdem würde ich jedem empfehlen, sich mit anderen Auszubildenden auszutauschen. Oft merkt man dabei, dass man mit seinen Fragen oder Unsicherheiten gar nicht allein ist. Gemeinsam findet man leichter Lösungen und kann voneinander lernen. Deshalb: Nicht alles mit sich selbst ausmachen, sondern offen auf andere zugehen und miteinander sprechen.
Mit der Ausbildung kam auch dein erstes eigenes Gehalt. Was hast du damit gemacht?
Mein erstes Gehalt habe ich tatsächlich erst einmal mit meinen Freunden ausgegeben – wir sind zusammen feiern gegangen. Danach habe ich mich aber auch relativ schnell mit dem Thema Finanzen beschäftigt. Durch meine Bankausbildung lag das natürlich nahe. Ich habe mir Gedanken gemacht, wie ich mein Geld sinnvoll sparen oder investieren kann.
Mit deinem heutigen Wissen – wie würdest du Auszubildenden raten, ihr Geld zu verwalten?
Es gibt keine Universallösung. Das Wichtigste ist, sich erst einmal zu überlegen, was für ein Typ man ist und welche Ziele man hat. Möchte ich vor allem Sicherheit und jederzeit auf mein Geld zugreifen können? Bin ich bereit, etwas mehr Risiko einzugehen? Oder möchte ich langfristig möglichst viel aus meinem Geld machen? Davon hängt ab, welche Form des Sparens oder Investierens sinnvoll ist. Wichtig ist, dass die Entscheidung zur eigenen Lebenssituation passt und dass man nur das Geld investiert, das man monatlich auch wirklich entbehren kann.
Diese Fragen werden in der Beratung geklärt. Was ist dir bei der Arbeit mit jungen Menschen wichtig?
Mir ist vor allem wichtig, jungen Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Unsere Beraterinnen und Berater sind selbst noch jung und kennen die Fragen, die in dieser Lebensphase aufkommen. Deshalb geht es in einem ersten Termin auch nicht darum, irgendetwas abzuschließen. Man kann sich erst einmal ganz in Ruhe informieren, Fragen stellen und gemeinsam herausfinden, welche Möglichkeiten zur eigenen Situation passen. Ohne Verkaufsdruck und ganz entspannt. Wer möchte, kann auch Eltern oder Freunde zum Gespräch mitbringen. So bekommt man Orientierung und kann anschließend in Ruhe überlegen, welche Entscheidung die richtige ist.
Zum Schluss: Was möchtest du jungen Menschen gerne mit auf den Weg geben?
Traut euch, Fragen zu stellen und euch beraten zu lassen. Gerade am Anfang prasseln unheimlich viele Informationen auf einen ein – da ist es gar nicht so leicht, den Überblick zu behalten. Eine Beratung kann helfen, herauszufinden, was wirklich zu den eigenen Zielen und zur persönlichen Situation passt. Und das ganz ohne Druck: Es geht erst einmal darum, die Möglichkeiten kennenzulernen und eine gute Grundlage für die eigenen Entscheidungen zu bekommen.
Noch kein Plan von Finanzen?
Versicherungen, Geldanlage, Bausparvertrag – zum Ausbildungs-, Berufs- oder Studiumsstart ploppen oft viele Fragezeichen auf. Die persönliche und kostenlose Beratung bei der LzO hilft dabei, einen Überblick über die eigene finanzielle Situation zu gewinnen und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Mehr Infos hier: https://www.lzo.com/berufsstart
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